3 Februar 2014 - 20:30
Das iranische Militär steht hinter den Verhandlungsführern im Atomkonflikt

Die iranischen Verhandlungsführer bei den Atomgesprächen mit der G5+1 habenvolle Rückendeckung durch die iranische Militärmacht, sagte der stellvertretende Kommandeur der Revolutionsgarden (IRGC) am Sonntag.

Damit reagierte Brigadegeneral Hossein Salami auf Bemerkungen amerikanischer Politiker, die kürzlich erklärten, die militärische Option liege weiterhin auf dem Tisch - falls sich der Iran nicht an Vereinbarungen halten würde, die im November 2013 zwischen der Islamischen Republik und der G5+1 getroffen worden sind. So sagte Außenminister John Kerry am 23. Januar in einem Interview mit Al Arabiya , dass in diesem Falle die USA darauf vorbereitet seien, das zu tun, was getan werden müsse. Auch Präsident Barack Obama bekräftigte in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation am 28. Januar die Bereitschaft der USA zu militärischen Maßnahmen. Und noch am vergangenen Freitag sagte die Sprecherin des Außenministeriums Marie Harf, daß es im Verhältnis zum Iran durchaus eine Alternative zur Diplomatie gebe, nämlich eine militärische Aktion.

General Salami erklärte dazu: "Obwohl der Iran hochwirksame Angriffswaffen besitzt, die stark genug sind, die Interessen  der Großmächte in verschiedenster Weise zu bedrohen, reden wir während der Phase diplomatischer Verhandlungen nicht über unsere Militärmacht und die Möglichkeit ihres Einsatzes." Die USA müßten sich über die destruktiven Konsequenzen solcher Androhungen im Klaren sein. Wer sich berechtigt glaubt, zu den Iranern in einer drohenden oder beleidigenden Weise zu sprechen, sollte wissen, dass unsere Antwort durch keinerlei Ländergrenzen beschränkt sein würde. Unsere politischen Verhandlungsführer und Diplomaten sind aufgefordert, unsere nationalen Interessen zuverlässig und stark zu vertreten. Dafür haben sie in der Außenpolitik und bei den Atomverhandlungen die volle Rückendeckung des Militärs.